#gleichrichtigmachen

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Matthias Naab

Co-Founder

Ich liebe Technik und Softwareentwicklung. Schon während meiner Schulzeit durfte ich das Team von Hardlog unterstützen und Intralogistik-Software für namhafte Kunden mitentwickeln. Mitzuerleben wie die eigene Software riesige Anlagen steuert und welche Auswirkungen Softwarefehler haben können, hat mir das Thema Softwarequalität für immer eingebrannt.

In meinem Informatik-Studium an der TU Kaiserslautern habe ich früh den Schwerpunkt auf die Kombination von Software Engineering und BWL gesetzt, weil mich besonders große Softwaresysteme und die Abwägungen bei deren Entwicklung reizten.

Am Fraunhofer IESE konnte ich mich dann voll dem Thema Softwarearchitektur widmen, einer zentralen Grundlage für den erfolgreichen Bau großer Systeme. Ich arbeitete für zahlreiche Kunden an deren Systemen und den zugrundeliegenden Architekturen. So wurde ich auch von mehr als 50 Kunden beauftragt, ihre Architekturen zu bewerten, besonders auch in sehr kritischen Situationen. Durch diese Reviews konnten viele Weichen gestellt und zahlreiche Projekte gerettet werden. Ich habe durch diese Reviews extrem viel über Systeme, Organisationen und mögliche Problemquellen gelernt und durfte mit Menschen von Maschinenraum bis Vorstand arbeiten. Zusätzlich wurde ich dadurch immer geübter darin, mich sehr schnell in neue Projekte einzudenken, die Essenzen herauszuarbeiten und zwischen allen relevanten Blickwinkeln und Abstraktionsebenen zu jonglieren („nur wenn ich Details kenne, weiß ich auch, von was ich abstrahieren muss“). In meiner Promotion habe ich das Thema „Flexibilität von Softwarearchitekturen“ für die praktische Nutzung erforscht.

Am Fraunhofer IESE habe ich die Abteilung „Architecture-Centric Engineering“ aufgebaut und war fĂĽr die Weiterentwicklung von Architekturmethoden mit ca. 15 Mitarbeitenden verantwortlich. Durch die Erfahrungen in der PersonalfĂĽhrung konnte ich auch immer besser organisatorische Konstellationen und ihre Auswirkungen auf den Projekterfolg bei den Kunden analysieren.

Digitale Ökosysteme und Plattformen und deren Architektur wurden ab ca. 2017 immer wichtiger in meiner Arbeit. Während die Plattformen und ihre Architekturen technisch anspruchsvoll sind, habe ich mich auch immer mehr mit der Gestaltung von Geschäftsmodellen für digitale Ökosysteme beschäftigt. Die ganzheitliche Betrachtung erfordert hier immer die geschäftliche, rechtliche und technische Betrachtung und damit auf jeden Fall den Blick aufs Big Picture. Das Thema digitale Ökosysteme wurde am Fraunhofer IESE insgesamt immer wichtiger und so habe ich 2020 bis 2022 dann die Hauptabteilung „Digital Ecosystem Engineering“ geleitet. Seit Jahren ist es mir ein Anliegen, Digitale Ökosysteme und Plattformökonomie deutschen und europäischen Unternehmen näherzubringen und besser verständlich zu machen. So konnte ich auch viele Firmen zu strategischen Fragestellungen der Positionierung zu Plattform-Geschäftsmodellen beraten. („Nicht jeder sollte ein Ökosystem initiieren, aber jeder sollte sich damit befassen!“).

Es lag mir schon immer am Herzen, die gesammelten Erfahrungen zu meinen Themen auch an möglichst viele andere weiterzugeben. Deshalb habe ich mit meinem damaligen Kollegen Jens Knodel das Buch „Pragmatic Evaluation of Software Architectures“ geschrieben, das die Erfahrungen aus zahlreichen Architekturbewertungen für Praktiker zusammenfasst. Darüber hinaus habe ich mit Kollegen am Fraunhofer IESE das Praktikerseminar „Softwarearchitektur“ aufgebaut, mit dem wir hunderten von Menschen das Rüstzeug für eine erfolgreiche Arbeit als Softwarearchitekt mitgeben konnten. Auch halte ich extrem gerne Keynotes und Vorträge und freue mich auch immer wieder daran, wie ich selbst von der erzwungen fokussierten Darstellung und den vielen Diskussionen profitiere.

Das Leben besteht aber natürlich nicht nur aus Software. Aber auch dann macht mir Technik und Anpacken Spaß und deshalb bin ich seit Jahren mit eigenen Projekten rund ums Haus beschäftigt und liebe es, vieles selbst zu machen. Ich bin auch sehr gerne draußen in der Natur, natürlich auch im Pfälzerwald, vor allem mit dem Fahrrad. Darüber hinaus zieht mich die Nordsee magisch an und ich freue mich über jede Reise an ein größeres Gewässer.

Jetzt hab‘ ich echt viel erzählt. Willst Du noch mehr wissen?