#gleichrichtigmachen

#gleichrichtigmachen

Dominik Rost

Co-Founder

Wenn ich eins nicht leiden kann, dann ist das „einfach mal loslegen“. Aber coole Lösungen entwerfen, die funktionieren, konsistent sind und gut zu verstehen, das ist mein Ding. Und deswegen ist Softwarearchitektur auch genau mein Thema. Und weil man dabei Systeme von Grund auf gestalten und die großen und kritischen Entscheidungen treffen kann, ist es (fĂŒr mich) das beste Thema der Welt. Beim Fraunhofer IESE habe ich dazu mit Unternehmen aus verschiedenen Branchen zusammengearbeitet und Projekte zu den unterschiedlichsten Spielarten von Softwarearchitektur gemacht und geleitet: zahlreiche Architektur-Reviews, Entwicklung von ganzen System-Architekturen oder spezifischen Architekturkonzepten fĂŒr besondere Zielstellungen oder Analysen hinsichtlich Architekturtreue.

Ein besonderer Platz in meinem Herzen gehört der Architekturdokumentation. Ich weiß, nicht das sexyeste Thema der Welt, aber ich finde es extrem zufriedenstellend, die Architektur eines Systems so herauszuarbeiten, auf den Punkt zu bringen und gut strukturiert und konsumierbar festzuhalten, dass sich fĂŒr das gesamte Team ein gemeinsames Bild ergibt. Ich glaube, das wird hĂ€ufig unterschĂ€tzt; ich sehe viel hĂ€ufiger gute Architekturen als gute Architekturdokumentationen. Das ist schade, denn ich bin davon ĂŒberzeugt, dass wir damit ein Ă€ußerst mĂ€chtiges Werkzeug fĂŒr den Erfolg bei der Entwicklung eines Softwaresystems haben. Deswegen trommle ich fĂŒr mehr und bessere Architekturdokumentationen in Software-Projekten. Beim Fraunhofer IESE und der TU Kaiserslautern konnte ich bei Prof. Rombach zum Thema Architekturdokumentation forschen und promovieren.

Neben meiner besonderen Leidenschaft fĂŒr Architekturdokumentation versuche ich immer nah an modernen Architekturthemen dran zu sein. Gerade Microservice-Architekturen mit den Herausforderungen verteilter Systeme in Kombination mit AnsĂ€tzen wie DDD finde ich extrem spannend und hatte in der Vergangenheit schon einige Male das GlĂŒck, solche Systeme fĂŒr Kunden entwerfen zu dĂŒrfen. Daneben beschĂ€ftige ich mich gerne mit dem Thema Legacy Modernisierung. Ich halte das fĂŒr einen absoluten Dauerbrenner fĂŒr quasi alle Unternehmen (die keine absoluten Startups sind). Diese Systeme sind hĂ€ufig so wertvoll und wert-generierend und damit oft zentral am Erfolg eines Unternehmens beteiligt. Und deswegen ist es eigentlich immer sinnvoll, in diese Systeme zu investieren und sie wieder fit zu machen fĂŒr die Zukunft. Dazu spreche oder schreibe ich auch immer mal wieder in VortrĂ€gen, Podcasts, oder Artikeln.

Auch wenn ich mich viel mit konzeptionellen Themen beschĂ€ftige, bin ich trotzdem leidenschaftlicher Techie und nehme jede sich bietende Gelegenheit wahr, mir die HĂ€nde schmutzig zu machen (= Code schreiben). Ich komme ursprĂŒnglich aus der Java-Welt und habe neben Web-Applikationen vor allem Plugin-ins fĂŒr die Eclipse-Plattform gebaut. Am Fraunhofer IESE haben wir ĂŒber einige Jahre ein Werkzeug zur statischen Code-Analyse (insbesondere hinsichtlich Architekturtreue) entwickelt und ich habe in dieser Zeit die Umsetzung als einer der Kernentwickler vorangetrieben. Auch wenn ich hier auch einige User Interfaces gebaut habe, fĂŒhle ich mich primĂ€r im Backend heimisch und beschĂ€ftige mich daher seit einiger Zeit auch mit moderneren Programmiersprachen und Technologien, wie beispielsweise Go. Aber natĂŒrlich komme ich auch nicht umhin, immer wieder Web Frontends zu schreiben und setze mich daher zunehmend auch mit Technologien wie Astro oder Svelte (Kit) auseinander.

In Projekten versuche ich immer da zu sein, wo der grĂ¶ĂŸte Bedarf besteht, um die Sache nach vorne zu bringen. DafĂŒr strukturiere ich sowohl System als auch Vorgehen, spreche mit allen Stakeholdern von Technik bis Management, bin Diskussions- und Sparringspartner, rĂ€ume HĂŒrden aus dem Weg, schreibe Code, usw. Das macht mich eher zum Generalisten, aber mit Hang zur Technik. Ich funktioniere am besten als Teil eines Teams, EinzelkĂ€mpfer zu sein mag ich nicht. Ich brauche den Austausch von Ideen und Sichtweisen und bin ĂŒberzeugt davon, dass nur so die besten Lösungen entstehen können. In diesem Geiste habe ich auch die Abteilung „Architecture-Centric Engineering“ am Fraunhofer IESE geleitet: Enabler und Richtungsgeber als Teil des Teams. Über drei Jahre durfte ich so zusammen mit 10 Mitarbeiter:innen das Thema Softwarearchitektur voranbringen, bevor wir unsere Firma Full Flamingo gegrĂŒndet haben.

Meine Erfahrungen und Ideen teile ich gerne mit anderen. Ich spreche regelmĂ€ĂŸig auf Konferenzen und schreibe Artikel. Beim Fraunhofer IESE habe ich das Grundlagen-Seminar „Softwarearchitektur“ geleitet und als Trainer gehalten.

 

Jetzt hab‘ ich echt viel erzĂ€hlt. Willst Du noch mehr wissen?